Putzen mit Schallzahnbürste und Ultraschallzahnbürste.

Vorteile Schallzahnbürste:

Das schöne an so einer Schallzahnbürste ist, daß man eigentlich immer ein ziemlich gutes Putzergebnis erzielen kann.

... fast schon egal, wie man putzt.

Aber wenn man einige Putzregeln beachtet, dann kann das Putzergebnis nahezu perfekt sein!

... und die Zahnpflege bleibt trotzdem schnell und unkompliziert!


Wenn es einfach richtig gut werden soll, hier einige Grundregeln:
  • Etwas Systematik, und die Zahnpflege wird für alle Zähne gleichmäßig besser.
  • Das Zahnfleisch nicht vergessen! "Rot zu Weiß" heißt die Regel.
  • Wenig Zahncreme
  • Langsam putzen
  • Wenig aufdrücken (Der Briefwaagentest: Weniger ist mehr!)
  • Außen, Innen, Kauflächen!
  • 2 Min reichen, dafür öfter.
  • Nie "schrubbeln", Zahn für Zahn. (Etwas mehr Bewegung als nur "über die Zähne führen" sollte schon drin sein. Wenn Sie aber aus "rot uz weiß" ein sanftes Kreisen werden lassen, ist das auch OK!)
  • 1 bis 2 Sekunden pro Zahn wären gut, 3 bis 4 Sekunden nicht nur besser, sondern meistens schon absolut richtig!


Lesen Sie zur Putzbewegung und zu den beiden Putzeffekten (1. Plaque lösen, 2. Strömung der Zahncreme) den o.G. Artikel aus der Ausgabe 4 / 2006.

Heute einige weitere Aspekte zum Putzen mit Schallzahnbürsten.

Entwickeln Sie eine Putzsystematik:

Um alle Zähne zu ereichen und nicht unanagenheme Stellen zu "überputzen" sollten Sie sich eine wiederkehrende Putzsystematik entwickeln. Diese eigene Putzsystematik dann auch konsequent einhalten. Z.B. immer hinten oben rechts anfangen und nach vorne zu den Frontzähnen, danach innen, dann unten etc.

Wenig aufdrücken.

Eigentlich ist es mit einer Schallzahnbürste kaum noch möglich, viel zu stark aufzudrücken. Lediglich bei der Ultrasonex und Zahnbürsten von Braun Oral B sehen wir öfter breitgedrückte Zahnbürstenaufsätze. Lesen Sie als Waterpik-, Sonicare-, Panasonic- und DentiAll-Nutzer trotzdem weiter! Zum einem schonen Sie durch möglichst wenig Druck auf die Borsten Zahnfeisch und Zahnschmelz. Interessanterweise scheint aber auch die Reinigungskraft deutlich höher, wenn Sie die Zahnbürste möglichs leicht über die Zähne führen. Da die Borsten nicht weggedrückt werden sonden auf der Oberfläche aufliegen, kann man das eigentlich auch gut nachvollziehen.

Tipp: Halten Sie die Zahnbürste auf eine Briefwage. Wenn diese 20 g anzeigt, dann haben Sie den Druck erreicht, der auch für die Zahnpflege reichen dürfte. So der Rat der zahnmedizinischen Forschung.

Zahnfleischsaum reinigen und so Zahnfleischbluten und Zahnfleischrückgang stoppen!

Rot zu weiß ... weil so der wichtige Bereich des Zahnfleischsaums gereinigt wird. Denn die Plaque in diesem Bereich (der Zahnarzt spricht dann vom "Sulcus") ist meistens für Zahnfleischprobleme und damit bald danach auch für die freiliegenden Zahnhälse verantwortlich. Also immer vom Zahnfleisch kommend zum Zahn die Zahnbürste abstreifen! Dabei die Borsten schräg ansetzten (zeigen zum Zahnfleisch) und langsam und ohne Druck zum Zahn abstreifen.
     




  In der Praxis: Mit einer Schallzahnbürste verfahren viele Menschen so, daß sie erst die Zähne mit leichten kreisenden Bewegungen von allen Seiten einschäumen. So ist das erste angenehme Frischegefühl erreicht. Danach wird dann wie oben beschrieben Zahn für Zahn systematisch geputzt. Mit etwas Übung wird diese Phase des systematischen Putzens immer etwas länger.

Kunden, die eine Waterpik oder DentiAll verwenden, können danach noch einmal mit dem Einbüschelbürstchen (Interdentalaufsatz) hinter den Backenzähnen, am Zahnfleischsaum und möglichen bekannten Schwachstellen nachputzen.

1 bis 2 Sekunden pro Zahn sollten Sie mindestens kalkulieren. Dann ist die Bewegung langsam genug. In einem Gespräch, das wir mit einem Mitarbeiter einer Uniklinik geführt haben, wurden sogar 3 bis 4 Sekunden pro Zahn empfohlen!

Warum ist langsam besser? Zum einem ist Plaque sehr zäh und wiederspenstig gegen das Ablösen. Dazu kommt, dass die Plaque auch noch weggespült werden muß. Plaque ist ein komplexer Biofilm mit erstaunlicher Widerstandskraft! Es gibt aber noch zwei weitere Gründe für etwas Langsamkeit beim Zähneputzen mit der Schallzahnbürste.

Zum einem ist einfach die Chance größer, daß Sie auf dem Weg von "rot zu weiß" den Zahnfleischsaum richtig gut putzen, zum anderen wird eine leichte Flüssigkeitsströmung ausgelöst, die auch noch dort einen gewissen Reinigungseffekt auslösen kann, wo die Borsten selbst garnicht hinkommen. Gerade in Bezug auf die "Unlust" vieler Menschen, mit Zahnseide die Zahnzwischenräume zu reinigen, sollten Sie auf diesen Effekt nicht verzichten.

Übrigens: Die Anwendung von Zahnseide wird nach einige Tagen der Zahnpfklege mit einer Ultraschallzahnbürste deutlich weniger unangenehm sein! Probieren Sie das einfach mal vorsichtig zumindest mit einer "Anfängerzahnseide" (z.B. leicht gewachst) oder einem Flosser (z.B. Waterpik FLW 110) aus!


Was, wenn ein Würgegefühl beim sehr langsamen putzen bei den Weisheitszähnen aufkommt? Dann einfach viel weniger Zahncreme benutzen und eine kleinen Bürstenkopf wählen. Die meisten Hersteller bieten ja inzwischen Variationen bei der Bürstenkopfgröße an. Bei der Zahncrem wäre auch die BioXtra eine gute Lösung, da diese kaum noch schäumt und zusätzlich noch die Speichelbildung anregt. Letzteres ist immens wichtig für Zahn und Zahnfleisch!

Nochmal, weil es jetzt eigentlich nur noch ein kleiner weiterer Schritt zu perfekter Zahnpflege ist: Die Effekte auf die Zahnzwischenräume:

Je langsamer Sie die Zahnbürste führen und je weniger Druck Sie auf den Bürstenkopf ausüben, desto besser strömt Zahncreme und Speichel in die Zahnzwischenräume. Damit werden diese gut vorgereinigt, was bedeutet, daß die Anwendung von Zahnseide oder eines Flossers bei weitem nicht mehr so unangenhm ist, wie möglicherweise bislang empfunden. Denn durch die leichte Flüssigkeitsströmung in den Zahnzwischenräumen nimmt die Bakteriendichte ab und damit wird auch das Zahnfleisch in den Zahnzwischenräumen mit jedem Putzen gesunder und somit weniger empfindlich.

Langsam putzen üben? Mit der Polierpaste, die wir unseren Kunden derzeit mit den meisten Zahnbürsten ausliefern, können Sie auch wie Zahncreme verfahren. Feuchten Sie die Polierpaste an und nehmen etwas auf die Bürsten der Zahnbürste. Sie werden beim Zähneputzen feststellen, daß die Polierteilchen angenehm durch die Zahnzwischenräume strämen. Je langsamer Sie putzen und je weniger Sie aufdrücken, desto besser ist der Effekt zu spüren. (Wir geben nur ganz kleine Mengen dieser Pasten heraus, da diese bei zu häufiger Anwendung den Zahnschmelz angreifen könnten.)

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Zusammenfassung: Waterpik, Philips, Panasonic und Co bieten Schallzahnbürsten an. Doch die Beschreibung der richtigen Putztechnik für die Zahnpflege mit Schallzahnbürsten fällt in den Beschreibungen immer etwas knapp aus. Hier einig Tipps zu Zahnpflege mit Schallzahnbürsten. Dazu die wichtigsten Vorteile dieser Zahnbürsten und Vergleich zu anderen Systemen elektrischer Zahnbürsten.

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